Gutes Fett, böses Fett...

Der falsche Speicherort gefährdet die Gesundheit

Der Körper speichert Fett an verschiedenen Stellen. "Das Fett unter der Haut ist ein gesunder Energiespeicher. Solange Fett dort landet, ist es gut", sagt Andreas Pfeiffer, Endokrinologe und Ernährungsmediziner an der Berliner Charité. Nur leider tut es das nicht immer. Auch in der Bauchhöhle legt der Körper Fettreserven an. Und die sind problematisch. (Ausschnitt aus einem Artikel: die Zeit)

 

UNSICHTBAR - SCHÄDLICH - HARTNÄCKIG

Viszerales Fett ist – anders als das unter der  Haut – nicht direkt sichtbar, weswegen auch schlanke Menschen zu viel Fett in der Bauchhöhle haben können. Erst ab einer gewissen Menge macht sich  das Viszeralfett indirekt durch eine Vergrößerung des Bauchumfangs bemerkbar. 

Das viszerale Fett um die inneren Organe herum  gilt als Mitverursacher von gefürchteten Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Leiden und Krebs, möglicherweise auch von Demenz. Neben dem Bauchumfang geben insbesondere die Blutwerte deutliche Hinweise. Viszerales Fett hat einen anderen Stoffwechsel als normales Fettgewebe. Es lockt Entzündungszellen an und setzt Fettsäuren und Entzündungshormone ins Blut frei. Diese Substanzen spielen bei der Entstehung von Diabetes und Arteriosklerose eine wichtige Rolle, was das Viszeralfett gefährlich macht.

Nimmt man zu, baut sich Fett auf. Ob und wie viel davon viszerales Fett wird, hängt stark von Genen und Hormonen ab. Bislang gibt es keine Strategie, gezielt viszerales Fett loszuwerden. Sport reduziert es erwiesenermaßen. Ob bestimmte Nahrungsmittel den Abbau von Viszeralfett begünstigen, wird noch erforscht. Generell hilft das Übliche: weniger Kekse, mehr Gemüse. Sicher ist laut Andreas Pfeiffer nur Eines: "Wann immer Sie Gewicht verlieren, verlieren Sie auch viszerales Fett."

Quelle: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-03/uebergewicht-adipositas-ernaehrung-bmi-entwicklung